Amnesty zum Kinostart von „Das Böse gibt es nicht“ in Dresden

Am 19.08.2021 erscheint der mit dem Goldenen Bären ausgezeichnete Film „Doch das Böse gibt es nicht“ (Deutschland/Tschechische Repubik/Iran 2020) des Regisseurs Mohammad Rasoulof in deutschen Kinos. In dem Film wird die im Iran immer noch regelmäßig angewandte Todesstrafe thematisiert. Die Zahl der bekannt gewordenen Hinrichtungen betrug 2020 mindestens 246 Menschen. Die Todesstrafe wird für einvernehmlichen Sex zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern und für außerehelichen Sex verhangen, ebenso für unklar formulierte Vergehen wie „Beleidigung des Propheten“, „Feindschaft gegen Gott“ und „Verbreitung von Verderben auf Erden“. Vor diesem Hintergrund erzählt der Film vier Geschichten über Menschen, deren Leben vor existenziellen Herausforderungen stehen, und wirft die Frage auf, wie integer ein Mensch in einem absoluten Regime bleiben, welche moralische Schuld er ertragen kann, ohne zu zerbrechen, und zu welchem Preis es gelingt, die individuelle Freiheit zu bewahren.

Parallel zum Filmstart werden die Dresdener Stadt- und Hochschulgruppen von Amnesty International mit einem Infostand im Dresdener Thalia-Kino sowie im Zentralkino vertreten sein und im Rahmen der Vorführungen über die Menschenrechtslage im Iran informieren, aktuelle Amnesty-Fälle vorstellen und für Diskussionen bereitstehen. Zu den folgenden Filmvorführungen werden Amnesty-Mitglieder jeweils eine halbe Stunde vor Filmbeginn vor Ort sein:

Thalia-Kino Dresden (Görlitzer Straße 6, 01099 Dresden):

Donnerstag, der 19. August um 19:00 Uhr
Freitag, der 20. August um 21:15 Uhr
Samstag, der 21. August um 21:30 Uhr
Sonntag, der 22. August, 21:15 Uhr

Zentralkino (Kraftwerk Mitte 16, 01067 Dresden):

Donnerstag, der 19. August um 20:45 Uhr
Freitag, der 20. August um 20:45 Uhr
Sonntag. der 22. August um 20:15 Uhr