Ausstellung zu 60 Jahren Amnesty International

Die Gründung von Amnesty International als weltgrößter Menschenrechtsorganisation nahm im Mai 1961 mit einem einfachen Zeitungsartikel im britischen Observer seinen Lauf: Nachdem in Portugal – damals eine Diktatur unter dem Autokraten Antonio Salazar – zwei Studenten wegen eines Trinkspruchs „auf die Freiheit“ verhaftet worden waren, forderte der Rechtsanwalt Peter Benenson die Leserschaft des Observer auf, Briefe an die portugiesische Regierung zu schreiben und die Freilassung der beiden Studenten einzufordern. Sein „Appeal for Amnesty“ wurde weltweit abgedruckt und schuf eine internationale Bewegung, die mittels konsequenten Drucks die Regierungen der Welt zur Freilassung politischer Gefangener und zur Einhaltung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte anhält.

Heute kann Amnesty International auf eine 60-jährige Geschichte zurückblicken, verfügt weltweit über mehr als 10 Millionen Unterstützer_innen und widmet sich einem breiten Spektrum menschenrechtlicher Herausforderungen, von der Arbeit gegen Folter und Todesstrafe über politische Gefangene hin zu Asyl und der Klimakrise. In Sachsen bestehen Amnesty-Strukturen nunmehr seit bereits 31 Jahren: In der ehemaligen DDR noch ein verbotener Verein, fanden sich Jahresende 1989 erste Aktivist_innen zusammen, nur wenige Monate nach dem Mauerfall, und gründeten ab 1990 die ersten sächsischen Amnesty-Gruppen.

Zum 60-jährigen Jubiläum ist noch bis zum 10. Juni eine Wandausstellung zur Geschichte und Arbeit von Amnesty International in der Sparkasse Dresden-Striesen ausgestellt. Amnesty International Sachsen lädt alle Interessierten ein, sich über die Geschichte der Organisation zu informieren und ruft dazu auf, selbst für die Menschenrechte in der Welt aktiv zu werden und sich den einzelnen lokalen Gruppen) anzuschließen.

Weitere Informationen zur Entstehungsgeschichte und Historie von Amnesty International gibt es auch Online.